Projektleitung:

Untersuchung der globalen Verteilung des Radionuklides 99Tc

 

Partner:

 

Dauer:

  • Oktober 2018 - Oktober 2021

 

Zusammenfassung:

Beträchtliche Mengen des langlebigen Spaltprodukts 99Tc (T1/2 = 2.1·105 a) wurden bei Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen und Kernwaffentests in der Atmosphäre in die Umwelt entlassen. Zusätzlich wird 99Tc durch den Zerfall des kurzlebigen Radionuklides 99mTc (T1/2 = 6.0 h) gebildet. 99mTc ist das am weitesten verbreitete Tracer-Nuklid in der Krebsdiagnostik. In diesem Projekt soll die Verteilung des globalen radioaktiven Niederschlags an 99Tc in Umgebungen unterschiedlicher physikalischer und chemischer Eigenschaften untersucht werden. Dabei werden erstmalig die Migrationswege des Radionuklides studiert, um einen allgemeinen Basiswert für 99Tc Konzentration durch Kernwaffentests in der Umwelt zu etablieren. Das Projetkt widmet sich den folgenden Hauptfragen: 

  • Was ist die derzeitige Häufigkeit von 99Tc in der Umwelt, durch Kernwaffentests
  • Hängt das chemische Verhalten von 99Tc davon ab, in welcher physikalisch-chemischen Form in es in die Umwelt gelangte?
  • Wie hängt das chemische Verhalten von 99Tc von den es umgebenden chemischen Bedingungen (z.B.: pH-Wert, Redoxpotential) ab?
  • Kann die Reproduzierbarkeit der 99Tc-Messung durch die Verwendung von 97Tc (T1/2=2.6·106 a) als Referenzmaterial verbessert werden?
  • Ist es möglich eine genügend starke Isobaren-Unterdrückung mittels Laser-Photodetachment zu erreichen, um die Messung von 99Tc an AMS Anlagen wie VERA durchführen zu können?

 

 

Projektleitung für die Universität Wien:

Research And Development with Ion Beams – Advancing Technology in Europe

Partner: https://www.hzdr.de/db/Cms?pNid=141

  • Atomki MTA, Ungarn
  • Centre de recherche sur les Ions, les MAtériaux et la Photonique (CIMAP, CNRS), Frankreich
  • Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ), Schweiz
  • Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR), Deutschland
  • Istituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN), Italien
  • Instituto Superior Técnico (IST), Portugal
  • Jožef Stefan Institut (JSI), Slowenien
  • University of Jyväskyla (JYU), Finnland
  • Katholieke Universiteit Leuven (KUL), Belgien
  • Ruđer Bošković Institut (RBI), Kroatien
  • Universität der Bundeswehr München (UBWM), Deutschland
  • Universität Surrey, Vereinigtes Königreich
  • Universität Uppsala, Schweden
  • Costruzioni Apparecchiature Elettroniche Nucleari S.p.A (CAEN)
  • Interuniversitair Micro-Electronica Centrum (IMEC)
  • Ionoptika Ltd
  • Ionplus AG

Dauer:

  • Jänner 2019 - Dezember 2022

Budget:

  • Budget: 9.9 Millionen EUR

14 Partner aus öffentlicher Forschung sowie 4 KMU kooperieren durch das Projekt RADIATE zum gegenseitigen Austausch von Erfahrung und Best-Practice Anwendungsbeispielen zur Strukturierung der europäischen Forschungslandschaft für Ionenstrahl-Technologie und ihrer Anwendungen. 

Neben der Weiterentwicklung von Ionenstrahl-Technologien und der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ionenstrahl Einrichtungen, möchte RADIATE den Teilnehmenden aus Forschung und Industrie einen einfachen, flexiblen, effizienten und vor allem kostenlosen Zugang zur vorhandenen Ionenstrahl-Infrastruktur ermöglichen. Die gesamte transnational zur Verfügung stehende Strahlzeit beträgt 15.800 h (davon 1500 h an VERA).