Kosmogene Nuklide

(c) Stephanie Neuhuber, IAG, Universität für Bodenkultur Wien

(C) Julia Schenk, AlpSenseBench

  • Die kosmogenen Nuklide 10Be (T1/2 = 1.30 Ma), 26Al (T1/2 = 700 ka) und 36Cl (T1/2 = 300 ka) werden annähernd gleichmäßig durch solare und kosmische Strahlung in der Atmosphäre gebildet. Mit ihrer Hilfe können vor allem natürliche Archive wie Eisbohrkerne, Sedimente oder aber auch Wasser datiert werden. Wird dabei eine höhere, oder niedrigere Produktion der oben genannten Nuklide im Vergleich mit der heutigen Rate festgestellt, kann dies Hinweise auf zusätzliche Quellen kosmischer Strahlung, oder auf Veränderungen der Magnetfelder der Erde oder unserer Sonne in der Vergangenheit, geben. Zusätzlich kann mittels 10Be, 26Al und 36Cl die Dauer gemessen werden, die ein Gestein an der Oberfläche kosmischer Strahlung ausgesetzt war.­
  • Der kürzlich neu entwickelte Anlage ILIAMS (Ion Laser InterAction Mass Spectrometry) am Forschungsbeschleuniger VERA, verbessert die Möglichkeit zur Messung von 26Al durch lasergestützte Isobarenunterdrückung von 26Mg

Kontaktperson:
Johannes Lachner
Referenz:

Forschungspartner:

Stephanie Neuhuber, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Angewandte Geologie (IAG)